-sto- Hoetmar. 99 Tage vor der Europawahl haben sich die Mitglieder der Jungen Union (JU) im Kreis Warendorf am Samstag auf einen heißen Wahlkampf eingestimmt. „Wir werden Europa nicht den Populisten überlassen“, sagte der JU-Spitzenkandidat Tilman Kuban, der extra aus Hannover zur Mitgliederversammlung im Hoetmarer Wiebusch-Treff angereist war. Das junge Menschen heute innerhalb des Kontinents frei reisen, studieren, arbeiten und auch telefonieren könnten, seien keine Selbstverständlichkeit, sondern Errungenschaften der europäischen Union: „Wir müssen diese Freiheiten erhalten und verteidigen.“

Mit Sorge sah Kuban das in Deutschland – wie in Großbritannien, wo die jüngere Generation die Folgen des Brexits-Referendums unterschätzt habe – eine Spaltung der Gesellschaft drohe. Ziel müsse es sein, eine Politik zu machen, die Stadt und Land zusammenhalte, sowie positiv über Europa zu reden. Die europäische Union sei ein Garant des Friedens und des Wohlstandes, von der Deutschland wie kein zweites Land profitiere. Kuban, der in einem Monat auch Bundesvorsitzender der JU werden möchte, rief die Christdemokraten abschließend dazu auf: „Wir stehen für Europa und profitieren von ihm. Lasst uns Europa leben und eine Bewegung daraus machen.“

Aber auch vor Ort möchten die Mitglieder der JU für ihre Interessen kämpfen und ein Drittel des CDU-Kreisvorstandes stellen. Als Kandidaten wurden Katrin Schulze Zurmussen (Everswinkel), Svea Stehmann (Oelde), Christoph Aulbur, Nick Drewer (beide Ahlen), Stephan Ohlmeier (Warendorf) und Benjamin Hammen (Wadersloh) nominiert. Frederik Büscher (Warendorf) ist als Kreisvorsitzender kraft Amtes kooptiert. Letzterer übernimmt in der JU den vakanten Posten des Veranstaltungsbeauftragten. Neue Beisitzer sind Felix Gericke (Warendorf) und Jan Pollmeier (Ahlen).

„Als Kreisvorstand haben wir uns im vergangenen Jahr komplett neu aufgestellt“, sagte der Vorsitzende Frederik Büscher: „Es macht Spaß, mit Euch zusammenzuarbeiten.“ Neben monatlichen Vorstandssitzungen erinnerte Büscher an Diskussionsrunden zu bundes- und landespolitischen Themen oder die JU-Klausurtagung. Für 2019 plane man unter anderem den Besuch der Feuer- und Rettungswache in Ahlen und der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn sowie eine kommunalpolitische Klausurtagung: „Es ist viel Bildung, aber auch Spaß dabei. Es lohnt sich bei der JU dabei zu sein.“

Dass die JU innerhalb der CDU-Familie fest verankert ist, zeigte am Samstag die Anwesenheit der Abgeordneten Reinhold Sendker und Daniel Hagemeier, Landrat Dr. Olaf Gericke, Susanne Block als Vorsitzende der MIT und JU-Münsterland-Chef Michael Dust. Henning Rehbaum hatte ein Videogrußwort geschickte. „Bitte mischt Euch ein. Sagt wie Eure Zukunft aussehen soll“, wünschte sich der Landrat: „Die Pflöcke für Eure Zukunft werden heute eingeschlagen.“ Die CDU als Volkspartei sei bereits gut aufgestellt, brauche jedoch noch mehr engagierte Frauen und junge Leute.

Reinhold Sendker berichtete ausführlich aus dem politischen Leben in Berlin. Erfreulich sei, dass die Union mittlerweile wieder an einem Strang ziehe. Kein Verständnis hatte Sendker hingegen für die Forderung des Koalitionspartners, den Sozialstaat weiter aufzublähen: „Grundlage unserer Arbeit ist der Koalitionsvertrag.“ Und weiter: „Man muss den Mut haben, Rückgrat zu zeigen und zu sagen, was geht und was nicht.“

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