Kreis Warendorf. Die Junge Union (JU) im Kreis Warendorf hat sich für die Kommunalwahlen zwei ehrgeizige Ziele gesetzt. „Wir möchten künftig in jedem Stadt- und Gemeinderat mit mindestens einem JU-ler vertreten sein und dazu beitragen, dass wir vor Ort die mit Abstand stärkste Kraft bleiben“, sagt der Kreisvorsitzende Frederik Büscher. Um sich frühzeitig auf die Kommunalwahlen vorzubereiten, haben sich Anfang August rund 20 Mitglieder zum dreitägigen Sommercamp in Winterberg getroffen. Übernachtet wurde im Schullandheim der Stadt Ahlen.

Zu Beginn vermittelt Stephan Ohlmeier Grundlagen der Kommunalpolitik. In seinem Vortrag ging der Ratsherr aus Warendorf insbesondere auf die Funktionen und Aufgaben des Bürgermeisters und des Rates ein, stellte aber auch Stellschrauben vor, mit denen Bürger Einfluss auf die Kommunalpolitik nehmen können. Unter anderem nannte er den Besuch von Einwohnerfragestunden, Gespräche mit Ratsmitgliedern oder das Formulieren eigener Anträge.

Intensiv diskutiert wurde in den beiden Workshops zum Thema „Entwicklung des ländlichen Raums“ und „Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung“ geprägt. Für die Moderation zeichneten Anna Gericke, Jens Brökelmann und Stephan Ohlmeier verantwortlich. Schnell wurde deutlich, dass die dreizehn Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf – trotz ihrer individuellen Besonderheiten – vor ähnlichen Herausforderungen stehen. „Gemeinsam mit der Bundes- und Landespolitik wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich junge Menschen im Kreis Warendorf wohl fühlen sowie Beruf, Familie und Freizeit miteinander verbinden können“, sagte Frederik Büscher.

Besonders begrüßen konnte die JU Werner Eickler, der seit mittlerweile 20 Jahren Bürgermeister der Stadt Winterberg ist. Eickler nahm sich fast zwei Stunden Zeit, um von seiner Tätigkeit als Bürgermeister und beispielhaften Projekten vor Ort zu berichten. So sei etwa der Bahnhof vor Ort im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells grundlegend saniert und neu belebt worden. Daneben verriet Eickler, wie es der CDU im Hochsauerland seit vielen Jahren gelingt, Bürger zu überzeugen und Wahlergebnisse jenseits der 50 Prozent zu erzielen.

Weiterer Gast beim Sommercamp war Christoph Klausing. Der Kommunalpolitiker ist Herausgeber des Buches „Die Kölner Leitsätze 1945 und heute“ und debattierte mit den JU-lern über das christliche Menschenbild der CDU. Dabei stand auch die Frage im Fokus: Was bedeutet dieses Bild für die kommunale Praxis. Einig waren sich die JU-ler etwa darin, dass man in der Sache zwar hart diskutieren dürfe, aber niemals den Menschen und Gegenüber aus dem Blick verlieren dürfe.

Wie in der JU üblich, kam die Geselligkeit beim Camp natürlich nicht zu kurz. So wurde die nahegelegene St.-Georg-Skisprungschanze und die Sommerrodelbahn besucht oder ein Grillabend mit Lagerfeuer organisiert. Ein besonderes Dankeschön sprach Frederik Büscher dem Orga-Team um Ben Hammen und Thomas Middendorf aus.

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