Bei insgesamt vier Stationen an diesem Tag startete die Gruppe erwartungsvoll mit der Besichtigung des ehemaligen deutschen Bundesrates im Gebäude der ehemaligen pädagogischen Akademie.

Am selben Ort, wo die Mütter und Väter unserer Nation bis 1949 das Grundgesetz als unsere Verfassung beraten und anschließen beschlossen haben erfuhr die Gruppe pikante Details zu der notdürftigen Einrichtung, welche schnellstmöglich nach dem Krieg bereitgestellt werden musste.
Auch dies war ein Grund, weshalb Bonn Hauptstadt wurde. Eine der wenigen Städte, welche noch eine intakte Infrastruktur aufweisen konnte und somit zweckdienlich war.

Für erstaunen sorgte das ehemalige Büro der Bundeskanzler im heutigen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit. Dort wo Helmut Schmidt gegen die RAF vorging oder Helmut Kohl später die Weichen für unsere heutige Währung, den Euro stellte, herrschte eine beeindruckende Atmosphäre. Die Begleitpersonen legten auch einen großen Wert darauf, dass alles unverändert bleibt und die historische Bedeutung des Ortes einen hohen Stellenwert einnimmt.

Als in den frühen 60er Jahren klar wurde, dass Bonn eben nicht nur temporär Bundeshauptstadt sei, sondern dies ein längerer Zustand werde, begann Ludwig Erhard mit dem Bau des Kanzlerbungalow.
Ausländische Staatsgäste wurden hierher eingeladen, um die besonders privaten Gespräche zu führen. Angeblich überzeugte Helmut Kohl Gorbatschow bei einem Spaziergang durch den angrenzenden Kanzleramtspark davon, dass die deutsche Wiedervereinigung nicht aufzuhalten sei.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer noch ein Bild der gesamten deutschen Geschichte im Haus der Geschichte machen. Die Führung durch die Dauerausstellung bildete nicht nur alle Bundestagswahlergebnisse ab, sondern es wurden auch die NS-Zeit sowie DDR ausführlich beleuchtet und auf Basis der heute bekannten Fakten die politischen Systeme erläutert.

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